Flache Hierarchien, vernetztes Arbeiten in agilen Projektteams: Der Wandel, der aktuell in vielen Betrieben stattfindet, ist fundamental. Hier muss auch das Talent Management Schritt halten und sich von alten, starren Mustern trennen. Doch viele Betriebe tun sich schwer.

Was ist Talent Management? Eine Definition.

Talent Management, darunter verstehen HR-Experten eine gezielte Karriereplanung für das einzelne Talent in einem Unternehmen. Dazu eruiert eine Organisation, welche Kompetenzen und Fähigkeiten besonders wichtig für den Unternehmenserfolg sind, identifiziert Mitarbeiter, die über diese verfügen und entwickelt sie gezielt weiter.

Dass ein gezieltes Talent Management branchenübergreifend an Bedeutung gewinnt, steht außer Frage. Einer der gewichtigsten Gründe dafür ist der demografische Wandel, der daraus resultierende Fachkräftemangel und die zunehmende Schwierigkeit, qualifiziertes Personal für Fach- und Führungspositionen zu gewinnen. Umso wichtiger ist es, die bestehenden Talente im Unternehmen zu erkennen, zu fördern und zu halten.

Früher brauchte Talent Management Jahre

Doch die Bedingungen und Erfordernisse sind anders geworden. Vor ein paar Jahren noch bestand Talent Management darin, ein paar ausgewählte Mitarbeiter entlang fester Karrierepfade zu entwickeln. Oft ging das über Jahre hinweg. Ein Training hier, eine Weiterbildung da – das reichte in Zeiten, in denen die betrieblichen Uhren nicht so schnell tickten wie heute.

Diese Zeitspanne haben Unternehmen heute nicht mehr. Denn inzwischen vollziehen sich Entwicklungen in den Branchen so schnell, dass vorhandene Skills sehr kurzfristig für aktuelle Projekte erschlossen werden müssen.

Agiles Talent Management

Gegen eine langfristig angelegte Personalentwicklung, die auf eine Lebenskarriere im Unternehmen ausgerichtet ist, spricht auch, dass sich Berufsbilder inzwischen so schnell verändern, dass es sie möglicherweise gar nicht mehr gibt, wenn ein Talent über Jahre hinweg darauf vorbereitet wird, die entsprechende Position zu bekleiden.

Oder es sind die Talente selber, die das Unternehmen verlassen, bevor sie den Job übernehmen. Ergo: Unternehmen brauchen andere Entwicklungskonzepte und Karrierelandschaften als früher. Ein modernes Talent Management muss agiler und kurzfristiger sein.

Unternehmen hinken ihren Möglichkeiten hinterher

Für diesen Prozess haben laut der aktuellen Studie „Trust in Talent“ des Beratungshauses Kienbaum allerdings nur etwas mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen eine zuverlässige Strategie. Zum Beispiel können sich Mitarbeiter in nur jeder dritten Firma bereits abseits klassischer Karrierepfade entwickeln.

Nicht immer muss es zum Beispiel die Führungskarriere sein. Immer mehr Mitarbeitende möchten lieber ihren Fokus darauf legen, ihren Expertenstatus auszubauen. Die Studie zeigt außerdem, dass Talente ihre Entwicklung verstärkt selbst in die Hand nehmen wollen.

Modernes Talent Management: Talente wollen stärker mitreden

Doch oftmals wird genau das von HR nicht berücksichtigt. Das sorgt für Demotivation und vergrößert die Gefahr des Abwanderns wertvoller Mitarbeiter. Die Autoren der Studie kommen daher zu dem Schluss: „Um die Talente an die Organisation zu binden und ihnen zu ermöglichen, bestmögliche Leistungen zu erbringen und sich zu entfalten, müssen Unternehmen sie in den Mittelpunkt setzen.“

Doch wie kann das gelingen? Wie kann das Talent Management innovativer gestaltet werden? Antworten auf diese Fragen liefert zum Beispiel eine moderne Talent Management Software wie die von easysoft. Sie begleitet Personalverantwortliche durch alle Schritte eines maximal agilen Talent Managements.

Um zunächst die Ausprägung aller Kompetenzen im Unternehmen zu erfassen, lassen sich die vorhandenen Skills aller Mitarbeiter in individuellen Profilen speichern. Benötigt ein Arbeitgeber für ein bestimmtes Projekt oder eine Position relativ kurzfristig spezifische Skills oder Talente, lässt sich durch einen automatischen Soll-Ist-Abgleich mit ein paar wenigen Mausklicks herausfinden, welcher Mitarbeiter über die gesuchten Kompetenzen verfügt und in welchem Ausprägungsgrad. Dabei zeigt ein grafisches Ampelschema den bestehenden Entwicklungsbedarf auf einen Blick sehr übersichtlich an.

Entwicklungsbedarfe eruieren und decken

Um diesen zu decken, analysiert das Programm die auszuprägenden Kompetenzen und schlägt passgenaue Entwicklungsmaßnahmen vor. Alles, was der Personaler nun noch tun muss, ist, den Mitarbeiter zu den entsprechenden Maßnahmen einzuladen.

Alternativ kann HR die von Talenten eingeforderte Einbindung in das Talent Management fördern, indem sich Mitarbeiter über ein Employee Self Service Portal einen Überblick über die potenziellen Trainingsmaßnahmen verschaffen und sich auch dazu anmelden können.

So ist sichergestellt, dass jeder Lerntyp das zu ihm passende Angebot findet und wählt. Zum Beispiel in Form einer Präsenzveranstaltung, e-Learning oder Blended Learning, das ist eine Mischung aus beiden Formaten. Ist das Training abgeschlossen, werden alle neu erlangten Qualifikationen in der HR-Software aktualisiert.

Talent Management ohne HR Software – das geht nicht mehr

Fazit Nummer eins: Eine performante HR Software unterstützt bei allen Erfordernissen eines modernen Talent Managements. Mit ihr gelingt auch kurzfristig eine passgenaue Personalentwicklung, sodass für alle Projekte jederzeit die passenden Talente zur Verfügung stehen. Zudem kommt sie dank des Self-Service Ansatzes dem Wunsch vieler Talente nach, stärker in das Talent Management involviert zu werden. Das sorgt für ein Plus an Zufriedenheit und Bindung. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten also.

Fazit Nummer zwei: Unternehmen, die sich um die richtige strategische Weichenstellung innerhalb ihres betrieblichen Talent Managements Gedanken machen, sollten zu allererst über die Implementierung einer passenden HR Software nachdenken. Aus ihrer Handhabung ergibt sich die neue Strategie von ganz allein.