Seit dem 1. Januar 2022 sind sie in Kraft: Die neuen Vorgaben zur Ausbildung zum anästhesietechnischen Assistenten (ATA) und operationstechnischen Assistenten (OTA). Für mehr Qualität und Patientensicherheit soll die neue bundesweit einheitliche Ausbildung sorgen und gleichzeitig auf die anspruchsvollen Aufgaben vorbereiten, die auf die angehenden Nachwuchskräfte warten.

Antwort auf Forderungen von Ländern und Verbänden

Mit dem Gesetz kam der Bundestag der langjährigen Forderung der Bundesländer und Berufsverbänden nach einheitlichen Regelungen nach. Die bisher unterschiedlichen regionalen und lokalen Ausbildungsgänge schienen nicht länger zukunftstauglich. Außerdem wächst der Bedarf an Fachkräften in den Bereichen ATA und OTA stetig, analog zur generalistischen Pflegeausbildung soll das Gesetz dieser Herausforderung begegnen. 

Was ändert sich durch das neue ATA-/OTA-Gesetz?

Die vielleicht wichtigsten Änderungen sind die inhaltlichen Anpassungen des Lehrplans. In drei Ausbildungsjahren sollen die Nachwuchskräfte das grundlegende Wissen für den fachgerechten Umgang mit Arzneimitteln und Medizinprodukten sowie für die Assistenz der Ärzte im Anästhesie- und OP-Bereich erlernen. Nicht zu kurz kommen soll in diesem sensiblen Arbeitsumfeld außerdem die Kommunikation mit den Patienten.

Die Lerninhalte sollen nicht trockene Theorie bleiben, sondern direkt im späteren Einsatzbereich erprobt werden. Dafür gliedert sich die Ausbildung in theoretische Unterrichtseinheiten, auf die ein praktischer Teil aufbaut. Für diesen gibt es ebenfalls neue Richtlinien, die unter anderem bei der Stundenverteilung berücksichtigt werden müssen. Ergänzend dazu findet eine praktische Ausbildung in Krankenhäusern und geeigneten ambulanten Einrichtungen statt.

Den Abschluss bildet eine staatliche Prüfung, die bundesweit anerkannt ist. Bisherige ATA-/OTA-Absolventen können sich ihren Abschluss mit einer Nachprüfung anerkennen lassen oder erhalten unter bestimmten Voraussetzungen die Anerkennung auf Antrag.

Die Änderungen in Kürze

Mit dem neuen ATA-/OTA-Gesetz ändern sich folgende Punkte:

  • Es darf kein Schulgeld mehr von den Auszubildenden verlangt werden
  • Auszubildenden erhalten eine angemessene Vergütung
  • Die dreijährige Ausbildung erhält theoretische und praktische Unterrichtseinheiten
  • Verschiedene inhaltliche Änderungen am Lehrplan
  • Es sind Praxiseinsätze in Krankenhäusern und ambulanten Einrichtungen vorgesehen

Betroffene Schulen können aber beruhigt sein: für die Umsetzung ist ein Übergangszeitraum bis 2028 vorgesehen.

Wir unterstützen Sie bei der Umsetzung der neuen Vorgaben

Für unsere Lösung für das Ausbildungsmanagement stellen wir Ihnen pro Ausbildungsgang jeweils ein Curriculum mit den Kompetenzschwerpunkten und eine Konfigurationsdatei zur Verfügung. Diese lässt sich direkt in unser Programm importieren und unterstützt sie bei der Planung für die ATA-/OTA-Ausbildung.

Schulen, die easySoft bereits einsetzen, finden diese Dateien im Kundenportal unter dem Punkt „Lehrpläne/Curricula“.

Über den Autor

Portrait von easySoft Senior Berater und Trainer Michael Jürgens

Wenn es um die Pflege geht, kann Michael Jürgens aus eigener Erfahrung sprechen: Als Lehrer für Pflegeberufe im Bereich OTA war er jahrelang an verschiedenen Schulen tätig. Seit inzwischen 14 Jahren gibt er für easySoft dieses Wissen an Einrichtungen und Unternehmen als Senior Berater / Trainer weiter.