Ausbilder haben die Aufgabe, ihr Wissen an Auszubildende weiterzugeben. Dazu formulieren sie Lernziele, die von den Auszubildenden erreicht werden sollen. Abhängig davon, wie gut Auszubildende diese erreichen, werden die Azubis nach der Lehre übernommen. Für sie und den Betrieb steht also einiges auf dem Spiel. Umso wichtiger ist es, die Erreichung von Lernzielen während der Lehrzeit immer im Blick zu behalten. Eine HR Software kann dabei entscheidend unterstützen.

Was sind Lernziele?

Ist ein Azubi nach der Ausbildung geeignet für eine Übernahme? Diese Entscheidung sollte nicht aus dem Bauch heraus getroffen werden. Stattdessen sollten Ausbilder ihre Azubis während der kompletten Lehrzeit im Blick behalten und ihre Lernfortschritte überprüfen. Umso besser lässt sich am Ende eine fundierte Aussage über die Eignung des Auszubildenden treffen.

Also formulieren Ausbilder Lernziele, die objektiv messbar sind. Bei der Formulierung von Lernzielen können sich Wissensvermittler an den folgenden Kriterien orientieren:

  • Zu welchen neuen Erkenntnissen, Einsichten, Erfahrungen, Arbeitstechniken und Denkmethoden soll der Auszubildende geführt werden?
  • Was soll an Mindestwissen, Fertigkeiten und Können vermittelt, geübt und gesichert werden?
  • Welche Möglichkeiten der Überprüfung der Ergebnisse lassen sich für die Eigen- und Fremdkontrolle einbauen?
  • Wie kann der Lerninhalt sinnvoll auf den Ausbildungsverlauf aufgeteilt werden?

Im Falle einer möglichen Übernahme kann mithilfe der Lernziele auch festgestellt werden, wo die persönlichen Stärken des Auszubildenden liegen und in welchem Unternehmensbereich der Azubi übernommen werden kann.

Überprüfung des Lernerfolgs

Um zu wissen, wo die eigenen Schützlinge jeweils stehen, wird der Lernerfolg regelmäßig überprüft. Hier stellen sich Fragen wie:

  • In welchem Maß hat der Auszubildende das Gelernte verinnerlicht?
  • Kann er sein Wissen auf andere Anwendungsszenarien übertragen und anwenden?
  • Inwiefern ist der Azubi in der Lage, seine Arbeit zu analysieren und zu beurteilen?

An diesem Punkt sollten Auszubildende allerdings nicht stehen bleiben. Immerhin ist mindestens der Arbeitgeber an einem bestmöglichen Ausbildungsergebnis interessiert – der Azubi meist aber auch. Denn gute Ergebnisse lassen die Übernahme nach der Lehre meist in greifbare Nähe rücken. Davon profitieren beide Seiten. Der Azubi hat ein paar Existenzängste weniger und der Ausbildungsbetrieb einen neuen Mitarbeiter, von dem er weiß, was er an ihm hat. In Zeiten des Fachkräftemangels ist das Gold wert.

Wie können Ausbilder Azubis bestmöglich fördern?

Daher sollten sich Ausbilder nach jeder Lernerfolgskontrolle fragen:

  • Durch welche Maßnahmen lassen sich die neu gewonnenen Erkenntnisse, Einsichten, Erfahrungen, Arbeitstechniken und Denkmethoden festigen und ausbauen?
  • Wie lassen sich bestehende Defizite ausgleichen?

Diese Fragen sollte sich der Ausbilder sowohl bei den besseren als auch bei den schwächeren Auszubildenden stellen. So verhilft er Rohdiamanten schon in einem frühen Stadium der Ausbildung zu strahlendem Glanz. In anderen Fällen können bestehende Wissenslücken wieder aufgefüllt werden.

Die regelmäßige Auswertung des Ist-Soll-Zustands

Allerdings: Die regelmäßige Auswertung eines solchen Ist-Soll-Zustands ist eine aufwändige Angelegenheit. Jedenfalls, wenn sie auf Papier oder mit selbst zusammengeschusterten Excel-Listen erledigt wird. Abhilfe schafft eine Ausbildungsmanagement-Software wie die von easySoft. Mit ihr gelingt die systematische Auswertung, Planung und Kontrolle der Lernziele auf Knopfdruck.

So geht’s: Ausbilder legen in dem System Soll-Profile an – diese beinhalten die konkreten Kompetenzen und praktische Fähigkeiten, die ein Auszubildender innerhalb seiner Ausbildung oder auf bestimmten Ausbildungsetappen erwerben soll. Optional kann zugeordnet werden, welche Fachbereiche und Abteilungen diese erfassten Punkte vermitteln können.
Gleichzeitig erfasst die Software den Ist-Zustand eines jeden Auszubildenden. Das ist der Lernstand, auf dem er sich aktuell bewegt.

Erfassen des Ist-Zustands

Das geht durch manuelles Erfassen direkt in der Onlineplattform von easySoft. Integriert werden können auch Eindrücke und Bewertungen von Personalverantwortlichen, Führungskräften und anderen Mitarbeitern. Sind alle Daten eingefügt, genügt ein Klick und für den betreffenden Ausbilder entsteht eine übersichtliche Analyse, die zum Beispiel folgende Parameter anzeigt:

  • Fehlende und noch nicht vermittelte praktische Fähigkeiten
  • Auszuprägende Kompetenzen

Doch Ist-Soll-Analysen in der Ausbildung sind nur einer von vielen Schritten, in denen eine passgenaue HR Software gute Dienste leistet. Ein weiteres hilfreiches Tool – sowohl für Ausbilder als auch für den Azubi – ist ein Online-Berichtsheft. Seit Oktober 2017 sind Auszubildende berechtigt, ein Online-Berichtsheft zu führen. Das birgt z. B. diese Vorteile:

  • zeit- und ortsunabhängig Zugriff auf das Online-Berichtsheft
  • Erinnerungsfunktion bei überfälliger Berichtsheftführung
  • Verbesserte Kommunikation mithilfe der Kommentarfunktion

Auf diese Weise werden Handlungs- und Förderbedarfe rechtzeitig erkannt; und am Ende der Ausbildung erhält der Betrieb dank integriertem Analysetool ein abgerundetes Bild von den erbrachten Leistungen. So ist die Frage nach der Übernahme faktenbasiert zu beantworten und Betriebe stehen auf der sicheren Seite. Der Bauch kann bei anderen Gelegenheiten befragt werden.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Lernzielen gemacht? Wie gehen Sie damit um? Ich würde mich freuen, davon zu erfahren.

Übrigens: Zum Kennenlernen der Software für das Ausbildungsmanagement eignet sich z. B. der Besuch beim Ausbildungsleiterkongress am 26. und 27. November in Düsseldorf. Mit easySoft erhalten Interessierte einen Kongressrabatt. Weitere Infos gibt’s hier.