Immer mehr Führungskräfte fühlen sich im Alltag von einer regelrechten Informationsflut überrollt. Zu viele Aufgaben, zu viele frei verfügbare Informationen und eine zu hohe Komplexität werden dabei vor allem bemängelt. Die Schuld suchen viele bei der zunehmenden Digitalisierung, doch das ist nicht der einzige Grund wie eine Studie der Unternehmensberatung Sopra Steira zeigt. 220 Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern wurden hierfür befragt.

Jeder Zweite klagte dabei über eine zu hohe Komplexität seiner Aufgaben und gab an, deshalb einen Arbeitsplatzwechsel zu erwägen. Trotzdem meinten knapp 80 Prozent der Befragten, dass Mitarbeiterzufriedenheit in Ihrem Unternehmen eigentlich eine hohe Priorität besäße.
Zwei Drittel aller Studienteilnehmer meinten zudem dass das Informationsvolumen stark angestiegen sei. Viele fühlten sich geradezu von einer Informationsflut überwältigt. Besonders stark traf dies auf den Finanzbereich zu.

Aber auch die Menge der Aufgaben und deren Vielfalt habe in den letzten Jahren stark zugenommen meinten über die Hälfte der Befragten. 90 Prozent sehen den Grund dafür vor allem in der Digitalisierung, da sie sich auf viele neue IT-Anwendungen einstellen mussten, Programme häufiger gewechselt werden und der allgemeine Technische Fortschritt immer schneller vorschreitet.

Über die Hälfte der Teilnehmer gab allerdings auch an, dass Ihre Unternehmen Ihnen Rückzugsorte anbieten, an denen Sie große Herausforderungen in Ruhe lösen können. Trotz allem  stellt sich für Arbeitgeber die Frage, ob und wie dieser Entwicklung entgegengewirkt werden kann. So können beispielsweise Trainings für Mitarbeiter zum richtigen Umgang mit Informationen oder Schulungen zu neuen IT- Anwendungen das Gefühl der Überforderung reduzieren und das Wohlbefinden des Mitarbeiters damit einfach fördern.