Berufseinsteiger möchten am allerliebsten in großen Firmen und international mitspielen. Am besten in Metropolen wie Berlin oder München. Denkt man zumindest. Doch so ganz stimmt diese Annahme nicht. Auch wenn die Global Player wie BMW, Daimler oder VW regelmäßig weit vorne in den Arbeitgeberrankings auftauchen, messen Absolventen inzwischen anderen Faktoren mehr Bedeutung bei als der Unternehmensgröße. Zumindest nach den Ergebnissen der „Absolventenstudie 2016“ von Kienbaum Communications und der Agentur Westpress.

Lediglich neun Prozent der Befragten gaben an unbedingt bei einem GlobalPlayer unterkommen zu wollen. Auch der Geschäftssitz in einer Großstadt ist noch für acht Prozent wichtig. Daran könnten auch die hohen Mieten in Städten wie Hamburg, Berlin oder München Schuld haben.

Bedeutsam ist für junge Absolventen dagegen ein gutes Arbeitsklima. Fast zwei Drittel der Studienteilnehmer gaben kollegiale Atmosphäre als besonders wichtig an. Gleich darauf folgt mit 57 Prozent eine ausgewogene Work-Life-Balance und immerhin die Hälfte erwartet auch gute Karrieremöglichkeiten. Vor allem die Bereiche Projektmanagement und Marketing sind dabei als künftige Tätigkeitsbereiche besonders attraktiv, während der Kundendienst und die Rechtsabteilung eher weniger Zulauf bekommen. Wenig Unterschied macht es für Absolventen, ob ihr zukünftiger Arbeitgeber sich sozial engagiert. Nur neun Prozent interessieren sich für die Corporate Social Responsibility, ebenso wie für die Unternehmensgröße.

Das heißt allerdings nicht, dass den Nachwuchsfachkräften das Geld egal ist, solange der Umgangston stimmt. Am liebsten wollen sie sogar schon in der Stellenanzeige erfahren, wie viel sie verdienen werden.

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