6 Tipps, wie die Weiterbildung Ihrer Mitarbeiter effektiv wird

Wenn Sie Ihre Mitarbeiter auf Weiterbildungen schicken, haben Sie bereits eine konkrete Vorstellung, wo und wie sich diese Maßnahme in Zukunft positiv auf den Arbeitsalltag auswirken soll. Doch wie können Sie selbst dafür sorgen, dass das gewünschte Ergebnis wirklich eintritt?

Wir haben für Sie 6 Tipps zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen.

1. Tipp: Den richtigen Anbieter auswählen

Lassen Sie sich bereits vor Buchung der Seminare vom Anbieter erklären, wie er für einen nachhaltigen Effekt der Weiterbildung sorgt. Prüfen Sie, ob diese Maßnahmen auch bei Ihnen im Unternehmen und für den betreffenden Mitarbeiter umsetzbar sind. Stellen Sie zudem sicher, dass die gebuchten Seminare auf Ihre Unternehmensziele abgestimmt sind und einen wichtigen Beitrag zur Erreichung Ihrer Jahresziele leisten.

2. Tipp: Erfolgskontrolle mit passenden Kennzahlen

Den tatsächlichen Erfolg einer Weiterbildung können Sie nur beurteilen, wenn Sie ihn in irgendeiner Form messen können. Setzen Sie sich dafür konkrete und realistische Ziele, die Sie mithilfe entsprechender Kennzahlen auswerten. Diese Ziele können Sie auch in Abstimmung mit dem Schulungsanbieter definieren.

Behalten Sie bei der Bewertung mehr als nur unmittelbare Umsatzsteigerungen im Blick. Auch die wachsende Kompetenz Ihrer Mitarbeiter oder eine Zunahme der Kundenzufriedenheit sind wichtige Faktoren, die sich unter Umständen erst langfristig auf den Umsatz auswirken.

Überprüfen Sie einige Zeit nach der Schulung, ob Sie Ihre Ziele erreicht haben. Auf diese Weise haben Sie stets einen Überblick, welche Fort- und Weiterbildungen sich besonders gelohnt haben.

3. Tipp: Für Umsetzungsmöglichkeiten im Alltag sorgen

Der Effekt der weltbesten Schulung verpufft, wenn Ihre Mitarbeiter die gelernten Inhalte nicht umsetzen können. Sorgen Sie deshalb dafür, dass Ihre Mitarbeiter die gelernten Theorien und Impulse direkt in den Arbeitsalltag integrieren. Prüfen Sie, wo Hürden (z. B. durch festgefahrene Prozesse) bestehen und räumen Sie diese aus.

Ein weiterer Vorteil: Wer neu erlernte Techniken, Verhaltensweisen und Methoden direkt einsetzt, vergisst weniger und festigt die Trainingsinhalte besser.

4. Tipp: Verantwortliche für Weiterbildungen bestimmen

In größeren Firmen gibt es vielerorts bereits Nachhaltigkeitsverantwortliche oder -Manager. Aber auch in kleineren Firmen lohnt es sich, einen Mitarbeiter mit der Aufgabe zu betrauen, die Weiterbildungsprozesse zu verfolgen und auszuwerten.

Dieser Verantwortliche prüft, ob eine Weiterbildung tatsächlich das Problem löst, für das sie durchgeführt wird. So haben Sie als Unternehmer bei der nächsten Weiterbildungsauswahl eine Grundlage für Ihre Entscheidung und die Anbieterwahl.

5. Tipp: Führungskräfte integrieren

Häufig führen externe Trainer Fortbildungen durch, die nicht dauerhaft bei Ihnen beschäftigt sind. In der Folge können Sie die Teilnehmer bei der praktischen Umsetzung des Gelernten im Alltag nicht unterstützen.

Integrieren Sie deshalb Ihre Führungskräfte in den Weiterbildungsprozess. Auf diese Weise können sie bessere Nachbereitungs- und Feedbackgespräche mit den Mitarbeitern führen und gleichzeitig die Rolle des Coachs im Tagesgeschäft einnehmen. Darüber hinaus erwerben Ihre Führungskräfte selbst neue Kenntnisse, mit denen Sie ihr Know-how vertiefen.

6. Tipp: Arbeitsprozesse und Bildungsinhalte verbinden

Erhöhen Sie die Effektivität der absolvierten Weiterbildungen, indem Sie in regelmäßigen Abständen Workshops oder Trainingstage zur Festigung des Gelernten anbieten. Bei diesen Terminen wiederholen Ihre Mitarbeiter das Gelernte und üben die Anwendung und Umsetzung. Auf diese Weise verzahnen Sie die Lerninhalte mit den zentralen Arbeitsprozessen Ihrer Mitarbeiter.

Vorausschauende Planung lohnt sich

Um den größtmöglichen Erfolg mit Ihren Bildungsmaßnahmen zu erzielen, sollten Sie rechtzeitig abklären, welche dieser Maßnahmen in Ihrem Unternehmen umsetzbar sind. Berücksichtigen Sie dabei unbedingt auch den Zeitrahmen, den Sie für die Durchführung und Planung benötigen. Klären Sie bei Bedarf direkt mit dem Weiterbildungsanbieter ab, wie dieser Sie bei der Umsetzung unterstützen kann.

Ein letzter Tipp, der in jedem Unternehmen leicht umsetzbar ist: Besprechen Sie mögliche Angebote und Bildungsinhalte mit Ihren teilnehmenden Mitarbeitern. Lassen Sie diese bei der Auswahl von Inhalten und der Trainingsform mitbestimmen. Einen guten Rahmen dafür bieten zum Beispiel die regelmäßigen Mitarbeitergespräche. Ein Teilnehmer ist erfahrungsgemäß deutlich erfolgreicher, wenn er eine Fortbildung besucht, die seine Interessen widerspiegelt und auf seine Trainingsvorlieben Rücksicht nimmt.

Über den Autor

Portrait Andreas Nau

Andreas Nau ist einer der beiden Geschäftsführer und Mitbegründer der easySoft. GmbH. Als Vortragsredner inspiriert er Bildungsverantwortliche und berichtet in seinem Buch „WERTvoll in die Zukunft“ von seinen Erfahrungen als Unternehmer. Er ist fest davon überzeugt: Bildung ist der Schlüssel, der die Zukunft aufschließt.

1 Comment

  1. Sascha Thattil

    8. November 2017 at 5:46

    Mitarbeiterweiterbildung ist definitiv ein wichtiges Thema.

    Besonders den Punkt „Arbeitsprozesse und Bildungsinhalte verbinden“ finde ich sehr wichtig. Wenn man mehrere Male mit dem gelernten in Kontakt kommt, dann bleibt es besser im Gedächtnis und man weiss wie man es anwenden kann.

    Auch die im Beitrag genannte Vereinbarung von Unternehmenszielen mit den Seminarinhalten ist wichtig. Nur so stellt man sicher, das die Schulung auch wirklich nützlich ist.

    Da wir uns gerade mit dem Thema tiefergehend beschäftigen, hier ein paar Tipps: http://www.yuhiro.de/4-simple-ansaetze-fuer-die-mitarbeiterweiterbildung/

    Besonders wichtig finde ich, Lücken im Wissensstand der Mitarbeiter zu finden, welche man dann nach und nach durch Schulungen und Seminare füllen kann.

    Viele Grüsse und Danke für den tollen Beitrag
    Sascha Thattil

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