Jedes Jahr am 8. September erinnert die UNESCO am Welttag der Alphabetisierung daran, dass 750 Millionen Menschen nicht richtig lesen und schreiben können. Bildung liegt Andreas Nau am Herzen. Im Kurzinterview erklärt er, warum lebenslanges Lernen heute so wichtig wie nie zuvor ist.

Jedes Jahr am 8. September erinnert die UNESCO am Welttag der Alphabetisierung daran, dass 750 Millionen Menschen nicht richtig lesen und schreiben können. Dabei ist Bildung die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben und wird mit der steigenden Informationsflut immer wichtiger.

Andreas Nau hat bis heute mit dem Lernen nie aufgehört. Der easySoft Geschäftsführer findet Bildung so wichtig, dass er alle seine Mitarbeiter zu zwei Fortbildungen pro Jahr verpflichtet. Warum lebenslange Bildung immer wertvoller wird und was Unternehmen von Apple und Festo lernen können, erklärt er im Kurzinterview.

Was bedeutet Bildung für dich persönlich?

Ich zitiere da gerne Nelson Mandela: „Education ist the most powerful weapon to change the world.“ Bildung ist der Grundstein für ein gutes Leben. Durch sie erhalten wir die Möglichkeit, unser Leben proaktiv zu gestalten: Wir können agieren statt reagieren.

Bildung geht immer mit einer Verhaltensänderung einher. Wenn ich etwas gelernt habe, dann kann ich Informationen anders einordnen und mit bisher unbezwingbaren Situationen plötzlich umgehen. Einfaches Beispiel: Wenn Sie jemanden mit dem Auto in die Stuttgarter Rush-Hour schicken, der noch nie in seinem Leben etwas von Verkehrsregeln gehört hat, dann wird die Fahrt vermutlich sehr kurz. Anders sieht es aus, wenn er zuvor eine Fahrschule besucht. Die macht zwar niemanden zum perfekten Autofahrer, aber die Grundlagen des Straßenverkehrs sind dann immerhin klar.

In meinem Leben spielt Bildung schon sehr lange eine Schlüsselrolle. Als Lehrer für Pflegeberufe war ich unmittelbar mit dem Thema in Berührung. Hier habe ich viele Erfahrungen gesammelt, die mir heute noch weiterhelfen. Ich möchte aber nie stehen bleiben. Deshalb lese ich im Jahr zwischen 30 und 50 Fachbücher und besuche mehrere Fortbildungen, mit denen ich mich in meinem Berufsumfeld weiterentwickle.

Was hat easySoft mit Alphabetisierung und Bildung zu tun?

Eines unserer größten und wichtigsten sozialen Projekte ist unsere Patenschule in Angola. Gemeinsam mit der Hilfsorganisation JAM unterstützen wir das „School-Feeding“. Alle Schulkinder erhalten täglich eine warme Mahlzeit – oftmals das einzige nahrhafte Essen, das sie am Tag zu sich nehmen.
Die Essensausgabe hat aber noch einen weiteren wichtigen Effekt: Die Kinder können sich besser auf den Unterricht konzentrieren. Dort lernen Sie rechnen und schreiben, aber auch die Grundlagen der Hygiene.

Bildung ist der Schlüssel, der den Kindern eine neue Zukunft aufschließt. Sie lernen, wie sie Landwirtschaft betreiben, um sich und ihre Familien selbst versorgen zu können. Oder Sie nutzen ihr Wissen, indem sie auf einer weiterführenden Schule eine Berufsausbildung machen. In beiden Fällen sind die Grundlagen Lesen, Schreiben und Rechnen unfassbar wertvoll für die Kinder.

Um das Thema Bildung mit unserem Unternehmen zu verknüpfen, muss man aber nicht unbedingt bis nach Angola reisen. Auch wenn bei uns in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Bildungsgrundlagen weitestgehend abgedeckt sind, kommt die Fort- und Weiterbildung oft zu kurz.

Deshalb arbeitet unser gesamtes Team jeden Tag daran, (Weiter-)Bildung in Organisationen und Unternehmen einfach und unkompliziert zu machen. Unser Ziel ist es, den Bildungsverantwortlichen Verwaltungsaufwand abzunehmen. Mit den gewonnenen Freiräumen bleibt ihnen mehr Zeit für das wirklich Wichtige: die Menschen und Mitarbeiter.

Warum ist Bildung auch in Unternehmen ein wichtiges Thema?

Heute ist lebenslange Bildung wichtiger denn je. Wissen altert immer schneller, die Halbwertszeit liegt in manchen Branchen nur noch zwischen ein und zwei Jahren. Zusätzlich entstehen durch Digitalisierung, Fachkräftemangel und demographischen Wandel ständig neue Herausforderungen.

In den Unternehmen mit dem größten Wachstumspotenzial wird eine aktive Bildungskultur gepflegt. Mitarbeiter besuchen regelmäßig Schulungen oder nutzen andere Bildungsangebote, das lebenslange Lernen wird bewusst gefördert. Festo etwa steckt jährlich ca. 1,5% seines Umsatzes – das waren 2019 immerhin 3,07 Mrd. € (weltweiter Gesamtumsatz nach eigenen Angaben) –  in die hauseigene Academy und seine Lernzentren. Die Apple University gibt sich geradezu elitär, als Präsidenten haben die Kalifornier Joel Podolny ausgewählt – und der war nach seiner Tätigkeit als Forschungsleiter in Harvard immerhin Dekan der Yale University.  

Bei einem genauen Blick auf die weltweit am stärksten wachsenden Unternehmen sieht man, dass der Wachstumserfolg von Unternehmen eng mit der Bildungskultur verknüpft ist. Dabei steht und fällt der Lern- und Bildungserfolg in Organisationen mit dem passenden Bildungsmanagement. Genau hier setzen wir seit 25 Jahren an.
Als Impulsgeber für digitales und individuelles Bildungsmanagement sind wir überzeugt:
Bildung ist der Schlüssel, der die Zukunft aufschließt.

Deshalb unterstützen wir mit unserer Software gezielt die Bildungsverantwortlichen in Unternehmen und Organisationen. Sie spielen die Schlüsselrolle, wenn es um die Bildungskultur geht. Wenn sie genügend Freiräume für die aktive Gestaltung von Weiterbildungsmaßnahmen bekommen, hilft das dem gesamten Unternehmen weiter.