Gerade ältere Arbeitslose brauchen oft sehr lange, um eine neue Stelle zu finden. Weiterbildungen können ihnen dabei helfen, schneller wieder eine neue Aufgabe zu finden, doch leider nutzen nur wenige diese Chance.

Wenn man die Arbeitslosenzahlen der über-55-Jährigen bis unter 65-Jährigen vergleicht, bemerkt man einen Anstieg um 108.000 Menschen zwischen Februar 2009 und Februar 2016 auf 604.000 Personen. Zu diesen kommen auch noch 160.000 Langzeitarbeitslose über 58 Jahre. Doch lediglich acht Prozent der über-55-jährigen erhielten im Jahr 2015 eine berufliche Weiterbildung, gab das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit bekannt. Doch nicht nur hier: Auch in den Unternehmen werden ältere Mitarbeiter oft übergangen wenn es um Fort- und Weiterbildungen geht. Viele Arbeitgeber scheuen hier die Investition, weil Sie der Meinung sind es lohne sich nicht mehr. So kann es passieren, dass das Wissen der Mitarbeiter trotz der aktuellen Anstellung veraltet. Bei der nächsten Umstrukturierung trifft es sie dann doppelt, denn aufgrund der fehlenden Fachkenntnisse sind sie eher in Gefahr Ihren Job zu verlieren.

Wer also heute eine Weiterbildung besucht kann schon morgen einen neuen Job haben? Zumindest zeigt die Statistik einen gewissen Zusammenhang. 2014 nahmen immer hin 310.000 an Qualifizierungsmaßnahmen teil. Und die Hälfte davon hatte spätestens ein halbes Jahr später wieder eine neue Anstellung.

Was die Suche angeht brauchen vor allem Hochqualifizierte zumeist lange um eine neue Anstellung zu finden. Dies liegt aber nicht nur an Ihrer Spezialisierung, sondern oft auch an den längeren Auswahlprozessen für hochqualifizierte Stellenprofile. Viele nutzen in dieser Zeit Weiterbildungen mit Anpassungsqualifizierungen, um keine Lücke im Lebenslauf zu haben. Das wird von Arbeitgebern positiv aufgenommen. Einige sprechen sogar davon, eine Weiterbildungspflicht für Arbeitslose zu befürworten.