Datenschutz, -sicherung und -klau sind in der heutigen Zeit ein allgegenwärtiges Thema. Wer Onlinedienste nutzt, dem wird in der Regel empfohlen, für jeden Dienst ein anderes Passwort zu verwenden. Darin sollten sich Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen befinden, groß und Kleinschreibung sollte gemischt werden und am besten werden mehr als 8 Zeichen verwendet.

Viele fühlen sich damit überfordert und haben die Sorge sich so komplizierte Abfolgen nicht merken zu können. Doch es gibt ein paar Tipps, die Ihnen dabei helfen. Es können zum Beispiel Merksätze gebildet werden, aus „Ich habe am 23. Februar in Mannheim Doris geheiratet“ wir dann: Iha23.F@MDg

Da jedoch die meisten Menschen bei mehreren verschiedenen Diensten angemeldet sind, wird selbst diese Merkhilfe irgendwann unübersichtlich. Abhilfe können Passwortmanager schaffen.

Auf Sie greift man mit einem Masterkennwort zu. Das ist wesentlich leichter zu merken und man kann trotzdem auf all seine Passwörter zugreifen. Die verschlüsselte Datei mit den Daten wird dann entweder Lokal oder in einer Cloud abgespeichert. Zusätzlich haben die meisten dieser Programme auch eine Schutzfunktion gegen Hackerangriffe. Bei manchen Programmen lassen sich sogar noch sichere Passwörter generieren, so dass die Gefahr, dass man leicht erratbare Passwörter wählt, ausgeschaltet ist. Sollten Sie sich für einen Passwort-Manager entscheiden, achten Sie am bestens darauf, dass es auch auf möglichst viele Geräten verwendbar ist. Denn meist muss man sich auch mehreren Geräten immer wieder einloggen und was nützt es Ihnen auf Ihrem Desktop-PC Zugang zu Ihren Passwörtern zu haben, wenn sie unterwegs mit dem Smartphone auf Ihr E-Mailkonto zugreifen möchten. Experten empfehlen außerdem, auf Open-Source-basierte Software zurückzugreifen. Hier kann jede Programmänderung jederzeit kontrolliert werden, dies mach eine Manipulation durch Hacker wesentlich schwerer.

Ein kostenloses Programm das viel verwendet wird ist KeePass. Es ist für PC, Mac, Linux, Android, iPhone, Blackberry und WindowsPhone und wird sogar von Datenschützern empfohlen. Aber natürlich gibt es auch viele gute kostenpflichtige Programme mit interessanten Zusatzfunktionen.

 

Doch egal ob Kostenpflichtig oder nicht: Ein Programm ist immer nur so sicher wie sein Nutzer. Wenn Sie als Masterpasswort 123 wählen, kann dies natürlich schnell geknackt werden.
Natürlich ist es immer sicherer einen Passwortmanager zu nutzen als überall dasselbe Passwort zu nutzen oder gar diese in einem Worddokument zu speichern. Aber extrem sensible Passwörter, wie für Online-Banking-Zugänge oder E-Mailadressen sollten Sie sich trotzdem im Kopf merken.

Haben Sie Empfehlungen wie Sie Ihre Passwörter schützen? Verraten Sie es uns in den Kommentaren.