Das Jahr neigt sich seinem Ende entgegen und viele Personalmanager fragen sich: Was wird 2020 wohl bringen? Wir haben die 3 wichtigsten HR-Trends für das kommende Jahr zusammengefasst.

Die Digitalisierung der Unternehmen in Deutschland läuft in allen Branchen auf Hochtouren. Bei der Ausarbeitung einer Digitalisierungsstrategie findet das Personalwesen allerdings meist zu wenig Beachtung. Umsatzrelevante Bereiche wie Marketing oder Sales bekommen stattdessen den Vorzug. Dass das ein strategischer Fehler ist, bringt die Studie „Personal 4.0: Digital gestalten statt analog verwalten“ der internationalen Managementberatung Bain & Company ans Licht.

HR-Trend Nummer eins: Digitalisierung in HR – so schnell wie möglich

Dieser zufolge erhöht der gezielte Einsatz einer zeitgemäßen HR-Software die Produktivität im Human Resources Management nämlich um bis zu 30 Prozent. Erfahrungen aus der Praxis zeigten zudem, dass eine digitalisierte Personalabteilung die Zufriedenheit der Mitarbeiter und die Attraktivität als Arbeitgeber steigert, wie in der Studie nachzulesen ist. „Die heftig umworbenen Digital Natives achten sehr genau darauf, wie sich ein Unternehmen im Bewerbungsprozess präsentiert“, erklärt Bain-Partner und Co-Autor der Studie Dr. Jörg Gnamm. Digitale Recruitingprozesse sind deshalb die beste Visitenkarte und somit unser HR-Trend Nummer eins.

Digitale Recruitingprozesse sorgen für einen regelrechten Effektivitäts-Boost. Recruiter gestalten in einer entsprechenden Software interne und externe Stellenanzeigen ganz nach ihren Wünschen. Dank einer Multiposting-Schnittstelle ist die Veröffentlichung eines Jobinserats auf allen favorisierten Jobbörsen binnen Sekunden erledigt. Mehr Effizienz geht nicht.

Haben Bewerber Feuer gefangen, bewerben sie sich über ein individuell anpassbares Online-Formular, das sie komfortabel durch den Bewerbungsprozess leitet. Um Personalern die Bewerberauswahl zu erleichtern, können Talente eine Selbsteinschätzung hinterlegen. Auf Knopfdruck liefert die Software auf dieser Basis ein Ranking der Kandidaten, die am besten zur Stelle passen. Das macht die Vorauswahl zum Kinderspiel.

Die Bewerber-Daten der Favoriten können in dem System mit allen Entscheidungsträgern geteilt werden. Die Entscheidung, wer zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden soll, erfolgt direkt in dem Tool. Auf Knopfdruck laden Personaler im nächsten Schritt alle markierten Bewerber zum Vorstellungsgespräch ein. So gelingt im Idealfall binnen Minuten, wofür früher Wochen nötig waren. Während sich die Fachbereiche über einen transparenten und einfachen Prozess freuen, freuen sich Bewerber über schnelles Feedback. So sind alle happy.

HR-Trend Nummer zwei: Mitarbeiterbindung durch People Analytics

Aber nicht allein im Bewerbermanagement, sondern generell im Personalwesen sind performante und talentzentrierte Prozesse das A und O. Nur Unternehmen, die Arbeitnehmern die besten HR-Services – zum Beispiel in den Bereichen Personalentwicklung sowie Ausbildungs-, und Seminarmanagement – bieten, können diese langfristig an sich binden. 

Der Grund: Die Programme verfügen unter anderem über Analysetools, mit denen sich relevante KPI’s und Daten, die wichtig für ein strategisches HR-Management sind, eruieren lassen. So können Personalprobleme vermieden werden.

Die Analysen gewähren zum Beispiel Einblicke in die Fluktuationsrate, die Time to Hire, die Wechselwahrscheinlichkeit von Mitarbeitern, den Weiterbildungsbedarf, den Ausbildungsstand und, und, und. Die Analyse dieser und weiterer Faktoren führt zu Erkenntnissen, auf deren Basis sich etwa die Personalentwicklung, die Aktualität der betriebseigenen Ausbildung und noch viele andere Aspekte des Personalmanagements verbessern lassen. Der Effekt: Mitarbeiter sind zufriedener und stärker gebunden. (Mehr zum Thema Mitarbeiterbindung finden Sie hier.)

HR-Trend Nummer drei: agiles und mobiles Arbeiten

Apropos Bindung. Unternehmen sollten außerdem von Anfang an dafür sorgen, auch die jüngste Generation, die derzeit auf den Arbeitsmarkt drängt, an sich zu binden. Gemeint sind alle Arbeitnehmer, die jünger als 23 Jahre alt sind. HR-Verantwortliche sollten sich stärker mit ihren Bedürfnissen auseinandersetzen.

Doch worauf kommt es der so genannten Generation Z an? Neben flexiblen Arbeitszeiten stehen vor allem mobiles Arbeiten und moderne Arbeitstechnologien auf der Wunschliste dieser Kandidaten ganz oben. Für Arbeitgeber bedeutet das: Sie müssen sich hier und da auf neue Strukturen einlassen und sich von alten verabschieden. Im Ausbildungsmanagement zum Beispiel. Hier dürfte es reichlich antiquiert wirken, wenn die Kommunikation noch über Laufzettel erfolgt. Schließlich gibt es doch heute für alles eine App.

Und gerade für die junge Generation ist es mehr als befremdlich, einen anderen Kommunikationskanal als das Smartphone zu bemühen. Sie kennt nämlich kein Leben ohne Smartphone. Aber was kann eine App für das Ausbildungsmanagement leisten? Nun, sie bietet verschiedene Mehrwerte: Eine grafische Onlineübersicht der Ausbildungsplanung für den jeweiligen Mitarbeiter zum Beispiel. Außerdem lassen sich Informationen über Änderungen in der Planung per Serien- oder Push-Nachricht teilen. So sind alle immer auf dem neuesten Stand.

Haben Sie in Sachen HR-Trends für 2020 alles im Blick oder sind Sie sich unsicher, an welcher Stelle Sie in Ihrem Unternehmen zuerst anpacken sollen? Wir stehen Ihnen jederzeit gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.