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Gesetzliche Bestimmungen bremsen IT-Unternehmen

08.09.2017

MdB Donth besucht easysoft in Metzingen

Datenschutz war ein wichtiges Thema im Gespräch zwischen dem Bundestagsabgeordneten Michael Donth (CDU) und dem Unternehmer Andreas Nau. „Die hohen Anforderungen etwa bei Cloud-Computing sind ein deutlicher Wettbewerbsnachteil für die deutschen Unternehmen“, sagte der Geschäftsführer der IT-Schmiede easySoft.

Die Daten, die das Unternehmen für seine Kunden hostet, müssen nämlich auf Servern in Deutschland liegen. Doch die sind wesentlich teurer als beispielweise nordamerikanische Anbieter. „Deutsche IT-Firmen geraten ins Hintertreffen und dass ausgerechnet in einer Zukunftstechnologie“, so Nau. Dabei geht es dem Chef von mehr als 75 Mitarbeitern nicht um eine Lockerung der Datenschutzbestimmungen, sondern um eine Unterstützung vom Bund wie andere Branchen sie in ähnlichen Situationen auch erhalten.


„Unsere Datenschutzvorgaben müssen in der Tat vor dem Hintergrund der rasanten Entwicklung in der IT-Branche auf den Prüfstand“, gab Donth ihm Recht. „Allerdings sehe ich in unseren strengen Vorgaben auch Chancen für die deutschen Anbieter, die etwa Kunden in den USA diese hohe Sicherheit anbieten können“.


Beim Treffen überzeugte sich der 50-jährige Römersteiner von den schnellen Kommunikationswegen innerhalb des Unternehmens. Per Videokonferenz sprach er auch mit dem Vertriebs-Geschäftsführer Friedhelm Seiler und einem Teil der 25 Mitarbeiter in Bretten. Dort befinden sich der Vertrieb und die Schulung. „Wir drei Geschäftsführer treffen uns einmal im Monat für einen Tag an einem der beiden Standorte, um strategische Dinge zu besprechen“, erzählt der Entwicklungschef Wilfried Hahn dem Abgeordneten Donth, der Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur ist. Aber mehr als 95 Prozent der Kommunikation läuft über Telefon, Skype oder eben Videokonferenzen, wenn mehrere Personen beteiligt sind.


easySoft entwickelt seit mehr als 23 Jahren Software für Seminarorganisation und Personalentwicklung, die von mehr als 1.300 Unternehmen genutzt wird. Zunächst vor allem in der Gesundheitsbranche tätig, gehören inzwischen zwei Automobilkonzerne zum Kundenstamm und mit Edeka Südwest, TÜV Süd oder Wüstenrot-Württembergische große Handelsunternehmen, Dienstleister oder Versicherungen. Zwei Trends spielen dem Unternehmen, das 2016 einen Umsatz von 4,4 Millionen Euro erzielte, in die Hände: Einerseits müssen sich viele Firmen stärker engagieren, um geeignete Fachkräfte zu finden und zu halten. Dabei spielt die Personalentwicklung eine wichtige Rolle. Andererseits müssen Firmen immer öfter Qualitätsstandards nachweisen – entweder gesetzlich gefordert oder von Kunden gefordert. Für beide Themen bieten die Metzinger Transparenz und Unterstützung. „Personal ist der entscheidende Erfolgsfaktor der deutschen Wirtschaft“, sagt Andreas Nau, auch deshalb wachse das Interesse an easySoft-Produkten kontinuierlich.


Beeindruckt war Michael Donth vom dem offen und familiären Umgang im Unternehmen. Etwa gibt es verschiedene Modelle, um Arbeit und Familie leichter zu vereinbaren. Auch eine Zeiterfassung gibt es nicht. Stattdessen regelt jeder Mitarbeitende zusammen mit seinem Projektteam und dem Vorgesetzten Ziele und Arbeitszeiten sowie den entsprechenden Freizeitausgleich. Dies erfordert ein hohes Maß an Selbstkontrolle und Eigenverantwortung, sagt Nau, deshalb werde schon bei Einstellungen besonders auf persönliche Werte geachtet. Tatsächlich bietet der Neubau viele Gelegenheiten für Kommunikation, Entspannung und Bewegung, denn Gesunderhaltung ist den drei Geschäftsführern sehr wichtig. Ein kleines Sportstudio, eine Slackline, eine Kletterwand und ein Tischkicker bieten Abwechslung und Ausgleich.

MdB Michael Donth mit easySoft Geschäftsführer Andreas Nau