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Radler

Artikel in der Süddeutschen Zeitung

07.05.2018

Ein Tandem aus Arbeit und Erholung

Wandel. Die IT-Schmiede Easysoft interessiert potenzielle Mitarbeiter nicht durch Work-Life-Balance, sondern durch Work-Life-Blend. Was bedeutet das für den Arbeitsalltag?

Easysoft scheint alles richtig zu machen. Die Software-Schmiede für Personalentwicklung und Seminarorganisation wächst kontinuierlich. Knapp 80 Angestellte arbeiten zurzeit an den beiden Standorten im schwäbischen Metzingen und badischen Bretten. Etwa 15 neue Mitarbeiter sollen dieses Jahr hinzukommen. 1000 Fachkräfte haben sich allein in den vergangenen zwei Jahren fernab von Großstadtflair und Szenevierteln bei Easysoft beworben. Davon 25 Prozent Initiativbewerbungen. Und das in einem Berufszweig, dem laut Branchenverband Bitcom im vergangenen Jahr 55 000 Spezialisten fehlten, acht Prozent mehr als noch 2016. Was also macht das Unternehmen anders als andere?

„Wir verbinden zwei Werte, nämlich Bestleistung und Gesunderhaltung“, sagt Firmengründer Andreas Nau. Je nach Untersuchung lässt nach 50 oder 90 Minuten Bildschirmarbeit die Konzentration nach. Um ihren Akku zwischendurch immer mal wieder aufzuladen, können die Mitarbeiter auf einer Slackline balancieren oder Tischtennis spielen. Ein Ruheraum und eine Schaukel erfüllen andere Bedürfnisse, genauso wie die großzügige Küche im Obergeschoss. So findet jeder eine für sich passende Regenerationsmöglichkeit.

Während vor allem Coaches eine Work-Life-Balance propagieren, also die Trennung von Arbeit und Erholung, verbindet Easysoft beides: neudeutsch Work-Life-Blend. Das ist einerseits effektiv für die Arbeitsökonomie, andererseits haben die Mitarbeiter mehr Spaß bei der Arbeit. „Langfristig zahlt es sich aus, gut und offen mit sich selbst und den Kollegen umzugehen“, erklärt Nau, der in der Mittagspause gerne selbst die Laufschuhe schnürt.

Stechuhren sucht man in dem Unternehmen vergeblich, denn entscheidend ist nicht, dass sich die Mitarbeiter acht Stunden in der Firma aufhalten, sondern dass die Ergebnisse stimmen. Das erfordert von jedem viel Eigenverantwortung. Denn während das Führungsteam die Jahresziele festlegt, bringen die Kollegen zum jährlichen Mitarbeitergespräch ihre eigenen Ideen mit, wie sie zur Zielerreichung beitragen können. „Wir sind immer wieder verblüfft, mit welcher Kreativität die Mitarbeiter sich einbringen“, erzählt der 52-jährige Unternehmer. Dadurch entsteht ein feines Geflecht von individuellen und gemeinsamen Zielen.

Diese werden etwa in Projektteams regelmäßig abgestimmt. Mit der sogenannten Scrum-Methode wird etwa die Entwicklung von Software in kurzen, dreiwöchigen Schritten vorangetrieben – sogenannten Sprints. Das dient einerseits einer stärkeren Kundenorientierung, andererseits kontrollieren sich die Teammitglieder gegenseitig. Denn damit das Projekt zum vorgesehenen Zeitpunkt abgeschlossen werden kann, müssen die Mitarbeiter ihre einzelnen Tätigkeiten aufeinander abgestimmt haben. So ist Easysoft trotz vieler Regenationsangebote keine Wellnessoase. „Ich kenne kein Unternehmen, in dem härter gearbeitet wird“, stellt der Firmenchef fest.

 

 

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